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DasLeuchtkamel

@dasleuchtkamel

Und damit reduziert sich dieses ganze Thema auf die Frage: "Wollen wir in der D.O.N.A.L.D. nur Leute haben, die nicht nur donaldistisch forschen und sich austauschen wollen, sondern die auch noch das Weltbild der Gründerväter teilen?". Bei der Beantwortung dieser Frage sollten wir uns jedoch klar machen, daß sowohl die Gründerväter als auch ihr Weltbild im Aussterben begriffen ist.

Hier stellt sich auch die Frage, ob die D.O.N.A.L.D. nicht zwangsläufig eine temporäre Erscheinung ist, die mit den letzten Donaldisten,deren Jugend noch von Barks/Fuchs nachhaltig geprägt wurde, ihren Daseinsgrund verliert. Einerseits unterstütze ich begeistert das "Erika Fuchs Museum für Comic- und Sprachkunst", mit dem Ziel die Massen zu donaldisieren. Andererseits fühle ich mich in einer D.O.N.A.L.D. im Kreise älterer Herren mit ähnlicher Vita pudelwohl und schwelge gerne in der damit verbundenen Nostalgie. Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Lebensgefühl und das damit verbundene Weltbild nicht auch ein wesentlicher Faktor ist, der die D.O.N.A.L.D. ausmacht. Sollte dies der Fall sein, wird die D.O.N.A.L.D. mit den letzten Wirrköpfen ihren Geist aushauchen.

11.05.2015, 20:07:36

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Dago (Brettwart)

@dago

Sie bliebe sicher dann eine temporäre Entscheidung, wenn sich diese sicherlich irgendwann aussterbende Gruppe gegen Veränderungen so sträubte wie Donald gegen das regelmäßige Arbeiten. In einem langsamen Prozeß werden sich schlichtweg, wie in jedem "Verein" (ja, das Wort steht da ganz bewußt), halt einige Dinge ändern. Man liest heut immer noch Shakespeare, nur halt teilweise sicherlich anders und mit anderem Hintergrund, aber so schnell stirbt das nicht aus. Hakuna Matata 😛

11.05.2015, 21:12:00

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Ostsibirischer Korjakenknacker

@ostsibirischer_korjakenknacker

... Sollte dies der Fall sein, wird die D.O.N.A.L.D. mit den letzten Wirrköpfen ihren Geist aushauchen.

Nun, solange ausreichend ausgeprägte Wirrköpfe unter den JungdonaldistInnen sind, würde ich das eher optimistisch sehen. Oder bin ich selbst nicht farricktes Huhn genug? Immerhin hat vor doch schon längerer Zeit ein gewisser Kreis aus 12 Personen nicht damit gerechnet, sich (durchaus mit einiger Wirrköpfigkeit zwischendurch) 2000 Jahre lang zu halten. Unerwarteterweise ist das dann doch was geworden, und gut ists ;0)

12.05.2015, 08:17:52

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Theodora Tuschel

@theodora_tuschel

Immerhin hat vor doch schon längerer Zeit ein gewisser Kreis aus 12 Personen nicht damit gerechnet, sich (durchaus mit einiger Wirrköpfigkeit zwischendurch) 2000 Jahre lang zu halten.

Verehrter ostsibirischer Vogel, das kann nicht unwidersprochen stehenbleiben. Immerhin hat das Leuchtkamel indirekt jemanden aus deinem Verein ztiert: "Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde" (3. Prediger Salomo, 1-8).

12.05.2015, 19:45:05

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DasLeuchtkamel

@dasleuchtkamel

Immerhin hat das Leuchtkamel indirekt jemanden aus deinem Verein ztiert: "Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde" (3. Prediger Salomo, 1-8).

Tja, mir scheint ich bin gebüldeter als selbst ich dachte. Ich verblüffe mich tatsächlich immer wieder selbst. Wenn unsereins ein Buch liest dann hat er was davon. Dem Korjakenknacker sei versichert, dass ich an seiner Wirrköpfigkeit nie auch nur den geringsten Zweifel hegte

13.05.2015, 05:23:14

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Günter Gummiproppen

@guenter_gummiproppen

Hier sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sich zu diesem Thema bereits im DD 97 ab Seite 16 ein gewisser Wollina (Damals noch recht neues MdD) schlicht, aber einfach seitenweise Gedanken gemacht hat. Den damals noch vermißten donaldischen Theologen gibt es ja inzwischen längst. Und warum sollte der D.O.N.A.L.D. ob ihrer barksistischen Dynamik nicht ein ebenfalls jahrtausendelanges Bestehen beschieden sein?? Und das - wie gehabt - ganz unabhängig von der Wahl der Medien?

13.05.2015, 12:01:11

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Beppo

@beppo

> Wer Dulle und Peinlich mit den Methoden des Jahres 2015 (!) zurück haben will: Nur zu, macht Euch Gedanken. Aber meckert nicht nur! Also zunächst noch einmal: Dulle ist nur eine falsche Fährte. Ein reiner Dulletest wäre selbst noch unter unserem heutigen Niveau. Den besteht jeder Depp. Dulle dient nur dazu, den trickreichen Peinlichtest zu verstecken. Die (de-facto-)Abschaffung des Peinlichtests hat sich irgendwo im Halbdunkel zwischen dem Hinterzimmer des Kassenwarts und dem Honoratiorentisch beim Mairennen abgespielt. Wie schon erwähnt, war der Test aber eine Umsetzung von § 2.1 der Satzung. Eine Änderung hätte ÖFFENTLICH diskutiert werden müssen. Für so etwas haben wir die MifüMi, die Mitgliederversammlung und das Forum. Jetzt endlich ist die Information ja auch mit viel Verspätung im Forum angekommen. Der Peinlichtest steht nicht in der Satzung, aber IRGENDETWAS wie der Peinlichtest wird in der Satzung verlangt. Ich stimme Herrn Ferschwindibus darin zu, dass der Donaldismus in erster Linie analog und papiergebunden ist. Man muss nicht jegliches elektronische Getue nachäffen. Was der Wille erstrebt, das erreicht er. Es gibt auch noch Vinylschallplatten zu kaufen. Unsere Präsidente ist von Beruf Computerfuzzy. Das bewirkt natürlich eine gewisse Déformation professionnelle. Als Kassenwart hat er seine Sache gut gemacht. (Ich danke meinem Herrgott jeden Tag auf den Knien dafür, dass unser deutscher Finanzminister von der CDU ist und nicht von der Partei, die ich gewählt habe.) Inwieweit ihm aber auch die heiligen Grundwerte des Donaldismus (§ 2.11), für die er erst jetzt zuständig ist, am Herzen liegen, wird sich zeigen. Meine Forderung: Bei der nächsten Mitgliederversammlung möge per Abstimmung beschlossen werden, den Peinlichtest in der alten analogen Form wiedereinzuführen. Das ist kein komplexer Sachverhalt, das kann man vermutlich in einer Viertelstunde erschöpfend diskutieren. Ich bin wie viele von uns auf dem Weg zur Altersdemenz. Mein Reich ist längst zerfallen und den Staub meiner Reiterscharen hat der Wind verweht. Primitive Arbeit liegt mir nicht mehr. Ich würde aber jederzeit für den BKA, die Befragung der Kandidaten im Aufnahmeverfahren, kandidieren. Das wäre mir mehr Genuss als Anstrengung. Nebenbei gesagt, glaube ich, dass sich IMMER jemand für diesen Posten gefunden hätte, wenn man nur den Bedarf öffentlich gemacht hätte. Das ist ja nicht so ein öder Job wie stundenlang Hefte in Briefumschläge zu stecken und selbst das hat immer funktioniert. Ich habe auch ein Wahlprogramm: Fast von Anfang an bestand die D.O.N.A.L.D. immer aus etwa hundert aktiven Donaldisten. Die Kongresssäle waren immer gleich groß. Was im Laufe der Jahre zugenommen hat, ist die Zahl der Karteileichen. Ich habe nichts gegen Karteileichen. Immerhin ermöglichen sie uns den Druck des DD auf allerteuerstem Kunstdruckpapier mit einem Buntcover. Wir können jetzt 4700 Euro für einen Kongress verjubeln. Wichtig sind aber nur die hundert Mitglieder, für die Entenhausen Vorbild und Mahnung ist. Der vielgepriesene Unsuwe vertritt die Philosophie, man müsse nur die LTB-Leser mit dem Smartphone aus dem Urwald locken und dann zu richtigen Donaldisten umerziehen (meine Wortwahl, nicht seine). Ich hingegen glaube eher, man ist Donaldist oder nicht, man weiß es nur nicht immer. In diesem Sinne sehe ich den Peinlichtest als eine Möglichkeit, den Blindfischen (wie sie Peinlichs Freund Storch immer genannt hat), die die D.O.N.A.L.D. für eine Art rheinischen Karnevalsverein halten, frühzeitig ihre Illusionen auszutreiben. Es war immer so und daran würde ich auch auf keinen Fall etwas ändern wollen, dass jeder, der WIRKLICH Mitglied werden wollte, das dann auch wurde. Ein gewisser Robert B. wurde übrigens einst gemäß § 2.12 nachträglich wieder rausgeschmissen. Das wars dann auch schon. Bei der D.O.N.A.L.D. wird man leichter Mitglied als bei den Hells Angels. Aber das reicht dann auch. Eine gewisse überwindbare Hürde sollte es schon geben. Also, Präsidente, war das jetzt nur gemeckert oder war das konstruktiv?

30.05.2015, 14:43:18

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Raskolnikow

@raskolnikow

Hört hört! Beppo plädiert für eine Befragung der Kandidaten im Aufnahmeverfahren, kurz BKA, wobei der Beitrittswillige auf seine Konformität zum Paragraphen 2.1 abgeklopft werden soll. Hmm. Das erinnert mich zwar irgendwie an die Gewissensprüfung beim Kreiswehrersatzamt, aber darüber diskutieren kann man ja. Besonders interessant finde ich aber den Hinweis auf die Anwendung des Paragraphen 2.12.: "Wer gegen das allerheiligste Prinzip des nichtkommerzialistischen, lauteren Donaldismus verstößt, wird ausgeschlossen." Damit sollen ja vor allem Kommerzialisten aus unserer Organistation ferngehalten bzw. entfernt werden. Wer ist das denn eigentlich alles, so ein Kommerzialist? Der Zusatz in der Satzung besagt: "Ein Kommerzialist ist u.a., wer daran interessiert ist, daß die Preise für Donaldistisches Kulturgut (DoKug) steigen!" Also zumindest ein Betreiber eines Comicshops. Aber auch jeder, der schon einmal ein DoKug bei eBay zu einem höheren Preis verkauft hat, als er selber dafür bezahlt hat. Vielleicht auch schon jeder, der DoKug zuhause in Plastiktüten aufbewahrt (anstatt es zu lesen oder an den BafDoKug zu spenden), was ja darauf hindeutet, daß die Hoffnung auf Wertsteigerung der DoKug-Sammlung besteht. Aber das ist doch sicherlich noch nicht alles. Ein Kommerzialist ist doch auch jeder, der in irgendeiner Form mit Donaldismus Geld verdient, oder? Sich für Vorträge mit donaldistischem Inhalt bezahlen läßt, donaldistische Interviews gegen Gage gibt oder Bücher mit donaldistischem Inhalt schreibt und über kommerzielle Verlage vertreibt. Ich fürchte, es könnte einsam werden in der D.O.N.A.L.D., wenn dieser Paragraph konsequent angewandt wird. Und das würde nicht nur die Karteileichen treffen, keineswegs. Beppo, großer weißer Mann, erleuchte uns!

30.05.2015, 21:39:26

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Ostsibirischer Korjakenknacker

@ostsibirischer_korjakenknacker

Beppo als BKA ... das würde mir gefallen, aber nur, weil ich schon drin bin ... Ich weiss nicht, ob die Befragung angesichts des einseitigen Wissensvorsprunges dieses Herrn für mich sonst bestehbar wäre... Aber grundsätzlich wäre ich sehr für diese Idee. Hat was von freiwilliger Inquisition, und das wäre ein geschichtliches Novum :0))) Übrigens, meine p.t. Gattin, die jahrelang im Verkauf tätig war und daher mit Klientel zu tun hatte, das vergleichbar ist, plädiert für das Herauslocken aus dem Urwald eher für Glasperlen und bunte Steine. Soll bestens funktionieren.

31.05.2015, 05:22:03

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Anonym

@~anonym~

Analog ist schön, aber nicht überall.

Digital ist schön, aber nicht überall. (Noch banaler geht's nimmer). Was an der Digitalisierung von allem und jedem nicht so schön ist, ist die automatische Ausgrenzung aller derjenigen, die damit nicht so viel am Hut haben. Die Vertreter allen Digitalisierens finden das natürlich schön, denn es bedeutet ihre "Machtübernahme". Wer Digitalisierung sagt, muß auch (ehrlicherweise) Verwaltung sagen. Denn nur darum geht es diesen Beamtennaturen, die ihr Machtstreben mit der wiederum nur banalen Behauptung zu verschleiern suchen, daß sich alles ändern muß (dieses "muß" muß man mir erklären). Mehr Donaldismus ist mit Digitalisierung nicht zu haben. Mit neuen Mitgliedern, die sich aus eigenem und innerem Antrieb zu Donaldisten berufen fühlen, schon eher. Die sich formlos und kreativ um die Aufnahme bemühen und sich nicht mit der langweiligen Form eines Aufnahmeantrags begnügen. Vorformulierte und -gedruckte Aufnahmeanträge ausfüllen kann jeder Kleingartenvereininteressierte, Donaldisten sollten das irgendwie besser,oder wenigstens anders, hinkriegen können. Eine zusätzliche peinliche Befragung unter Berücksichtigung der gezeigten Kreativität und unter Nichtnutzung eines möglichen "Wissensvorsprungs" (mit dessen Nutzung wären wir wieder auf dem Niveau der Allesdigitalisierer) durch einen hinreichend verwirrten BKA, könnte dem Donaldismus in der D.O.N.A.L.D. auf die Beine helfen. Beppo als BKA könnte ich mir gut vorstellen. Auch ich würde mich vor dieser ehrenvollen Aufgabe nicht drücken wollen. Ich weiß genau, meine Befragung wäre für einen wie das ostsibirische Federvieh sofort bestehbar.

Immerhin hat vor doch schon längerer Zeit ein gewisser Kreis aus 12 Personen nicht damit gerechnet, sich (durchaus mit einiger Wirrköpfigkeit zwischendurch) 2000 Jahre lang zu halten.

Waren es nicht insgesamt dreizehn?

Bei der Beantwortung dieser Frage sollten wir uns jedoch klar machen, daß sowohl die Gründerväter als auch ihr Weltbild im Aussterben begriffen ist.

Welches "Weltbild", bitteschön, ist gemeint? Das der hiesigen Welt? Das ändert sich in der Tat ständig, was einiges über die Qualität von Weltbildern und ihrer Vertreter aussagt. Besonders instabil dünkt mir die digitale Welt. Die digitalisierte Dokumentation dieser Welt wird man in 2000 Jahren nicht mal mehr mehr lesen können. Analoge Barks- und Fuchsberichte über Entenhausen aber noch. Ebenso stabil sollte auch unser Bild von Entenhausen bleiben (und vor allem nicht durch Italoklamauk und dergleichen verwässert werden). Noch sind die Gründerväter nicht tot (ich bin keiner). Ein Menge davon sind aber leider verschwunden. Weil das Leben zu kurz ist, um sich mit Langweilern zu beschäftigen, die es in der D.O.N.A.L.D. mittlerweile unüberhörbar gibt als Folge der Ämter- und Machtverknüpfung von Kassenverwaltung und unkontrollierter Mitgliederanhäufung. ff

01.06.2015, 09:27:56

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