> Wer Dulle und Peinlich mit den Methoden des Jahres 2015 (!) zurück haben will: Nur zu, macht Euch Gedanken. Aber meckert nicht nur! Also zunächst noch einmal: Dulle ist nur eine falsche Fährte. Ein reiner Dulletest wäre selbst noch unter unserem heutigen Niveau. Den besteht jeder Depp. Dulle dient nur dazu, den trickreichen Peinlichtest zu verstecken. Die (de-facto-)Abschaffung des Peinlichtests hat sich irgendwo im Halbdunkel zwischen dem Hinterzimmer des Kassenwarts und dem Honoratiorentisch beim Mairennen abgespielt. Wie schon erwähnt, war der Test aber eine Umsetzung von § 2.1 der Satzung. Eine Änderung hätte ÖFFENTLICH diskutiert werden müssen. Für so etwas haben wir die MifüMi, die Mitgliederversammlung und das Forum. Jetzt endlich ist die Information ja auch mit viel Verspätung im Forum angekommen. Der Peinlichtest steht nicht in der Satzung, aber IRGENDETWAS wie der Peinlichtest wird in der Satzung verlangt. Ich stimme Herrn Ferschwindibus darin zu, dass der Donaldismus in erster Linie analog und papiergebunden ist. Man muss nicht jegliches elektronische Getue nachäffen. Was der Wille erstrebt, das erreicht er. Es gibt auch noch Vinylschallplatten zu kaufen. Unsere Präsidente ist von Beruf Computerfuzzy. Das bewirkt natürlich eine gewisse Déformation professionnelle. Als Kassenwart hat er seine Sache gut gemacht. (Ich danke meinem Herrgott jeden Tag auf den Knien dafür, dass unser deutscher Finanzminister von der CDU ist und nicht von der Partei, die ich gewählt habe.) Inwieweit ihm aber auch die heiligen Grundwerte des Donaldismus (§ 2.11), für die er erst jetzt zuständig ist, am Herzen liegen, wird sich zeigen. Meine Forderung: Bei der nächsten Mitgliederversammlung möge per Abstimmung beschlossen werden, den Peinlichtest in der alten analogen Form wiedereinzuführen. Das ist kein komplexer Sachverhalt, das kann man vermutlich in einer Viertelstunde erschöpfend diskutieren. Ich bin wie viele von uns auf dem Weg zur Altersdemenz. Mein Reich ist längst zerfallen und den Staub meiner Reiterscharen hat der Wind verweht. Primitive Arbeit liegt mir nicht mehr. Ich würde aber jederzeit für den BKA, die Befragung der Kandidaten im Aufnahmeverfahren, kandidieren. Das wäre mir mehr Genuss als Anstrengung. Nebenbei gesagt, glaube ich, dass sich IMMER jemand für diesen Posten gefunden hätte, wenn man nur den Bedarf öffentlich gemacht hätte. Das ist ja nicht so ein öder Job wie stundenlang Hefte in Briefumschläge zu stecken und selbst das hat immer funktioniert. Ich habe auch ein Wahlprogramm: Fast von Anfang an bestand die D.O.N.A.L.D. immer aus etwa hundert aktiven Donaldisten. Die Kongresssäle waren immer gleich groß. Was im Laufe der Jahre zugenommen hat, ist die Zahl der Karteileichen. Ich habe nichts gegen Karteileichen. Immerhin ermöglichen sie uns den Druck des DD auf allerteuerstem Kunstdruckpapier mit einem Buntcover. Wir können jetzt 4700 Euro für einen Kongress verjubeln. Wichtig sind aber nur die hundert Mitglieder, für die Entenhausen Vorbild und Mahnung ist. Der vielgepriesene Unsuwe vertritt die Philosophie, man müsse nur die LTB-Leser mit dem Smartphone aus dem Urwald locken und dann zu richtigen Donaldisten umerziehen (meine Wortwahl, nicht seine). Ich hingegen glaube eher, man ist Donaldist oder nicht, man weiß es nur nicht immer. In diesem Sinne sehe ich den Peinlichtest als eine Möglichkeit, den Blindfischen (wie sie Peinlichs Freund Storch immer genannt hat), die die D.O.N.A.L.D. für eine Art rheinischen Karnevalsverein halten, frühzeitig ihre Illusionen auszutreiben. Es war immer so und daran würde ich auch auf keinen Fall etwas ändern wollen, dass jeder, der WIRKLICH Mitglied werden wollte, das dann auch wurde. Ein gewisser Robert B. wurde übrigens einst gemäß § 2.12 nachträglich wieder rausgeschmissen. Das wars dann auch schon. Bei der D.O.N.A.L.D. wird man leichter Mitglied als bei den Hells Angels. Aber das reicht dann auch. Eine gewisse überwindbare Hürde sollte es schon geben. Also, Präsidente, war das jetzt nur gemeckert oder war das konstruktiv?