joflo Sorry, mal kurz ein Einwurf "von außen" von jemandem, der wie hier ja festgestellt wurde sich nur oberflächlich mit Donaldismus auseinandergesetzt hat (aber Sympathien für die Sache hegt): Liegt nicht der Sinn eines Standes eher darin, dass man seine Begeisterung teilt, um so ggf. Sympathisanten zu Anhängern zu machen? Scheint mir sonst eher elitäres Gehabe zu sein, "nur so wie ich Donaldismus interpretiere ist er richtig und sonst darf keiner mitmachen"; der Eindruck wurde ja auch mir gegenüber hier vermittelt, weil wir in unserem Quatschpodcast nicht alles komplett richtig wiedergegeben haben. Finde als Außenstehender super, wenn ihr mir erklärt, was ich überlesen habe oder ganz generell Teilhabe daran, was ihr so erforscht, möglich macht. Das magst du dann profan als "Bespaßung" abtun, ich nenne es eher gemeinsame Freude an einem nerdigen Thema..
Lieber Johannes,
Dein “Einwurf von außen” ist durchaus verständlich, und ich kann mich nur dafür entschuldigen, wie diese Diskussion bei Dir ankommen muss. Aber ich muss Dir leider auch sagen, dass Du von Donaldismus, so wie ich ihn verstehe, keine Ahnung hast. Wenn das bei Dir als „elitäres Gehabe“ ankommt, dann bedauere ich das.
Ich habe mir vor ein paar Tagen Euren Podcast angehört und dabei gedacht: „Ganz nett, die beiden haben Spaß, und das dürfen und sollen sie ja auch, aber sie hätten sich auch mal ein wenig besser informieren können, bevor sie über uns und unser Tun reden.“ Es ist halt ein Quatschpodcast (wie Du ja selber schreibst), und Euer Zielpublikum sind offenbar ein paar Leute, die sich gerne oberflächlich mit einem nerdigen Thema beschäftigen. Alles gut, habt Freude daran! Aber Donaldismus, so wie ich ihn verstehe, ist das nicht.
Donaldismus ist auch nerdig, keine Frage. Aber vor allem ist er eine Lebenseinstellung. Wir Donaldisten verspüren eine Seelenverwandtschaft mit dem kleinen Herrn Duck, der immer wieder scheitert und sich trotzdem immer wieder begeistert dem Leben stellt. Der gleichzeitig cholerisch und tiefsinnig, faul und enthusiastisch, ignorant und wissbegierig ist. Der all die Schwächen und Stärken hat, die wir bei uns selber auch sehen. Wir erforschen seine Welt, weil wir sie verstehen wollen, und weil sie die unsere ist.
Ja, es gibt Mitglieder der D.O.N.A.L.D., die danach streben, dass wir möglichst viele neue Mitglieder bekommen, und dass diese bespaßt werden sollen. Ob diese Neudonaldisten nur einen nerdigen Zeitvertreib suchen, oder ob sie ebenfalls eine Seelenverwandtschaft mit dem kleinen Herrn Duck verspüren, ist dabei irrelevant. Und zu diesen Mitgliedern gehört sicherlich auch unsere derzeitige Präsidente.
Aber darüber musst Du Dir keine grauen Haare wachsen lassen. Diese grauen Haare haben eher die betagteren Donaldisten, die ihren Kopf darüber schütteln, wenn man sein Präsidentenamt in seinem Profil auf LinkedIn unter „berufliche Erfahrungen“ aufführt.
Viel Spaß bei Deinem Besuch in Erlangen. Mich wirst Du dort allerdings nicht treffen. Und wenn, dann nur in der Ecke sitzend mit einem Schild mit der Aufschrift „Ich schäme mich!“ um den Hals.