Eine derartige Stelle findet sich meines Erachtens in „Wie wird man berühmt?“. Der Herr links kann offenbar durch die Sprechblase hindurchsehen, zumindest lässt dies seine Körperhaltung vermuten. Er stört sich jedenfalls – soweit erkennbar – nicht an der Sprechblase, was darauf hindeuten könnte, dass diese innerhalb der anatiden Welt nicht nicht sichtbar ist. Er könnte natürlich auch gerade eine Unmutsmiene zeigen, weil ihm der Blick verwehrt ist; das scheint mir in diesem Fall aber unwahrscheinlich...
Rätsel über Rätsel
sir_daunenstert_duck
@sir_daunenstert_duck
22.07.2026, 16:05:38
paTrick OP
@patrick_
Gute Beobachtung! Wenn die Blase im Weg wäre, sollte er sich bücken, um etwas zu sehen.
23.07.2026, 07:27:32
duck313fuchs
@duck313fuchs
...also ist die Sprechblase in Entenhausen nicht real vorhanden...
23.07.2026, 13:50:33
paTrick OP
@patrick_
Es ist zumindest ein Hinweis, wie auch die anderen hier bereits geposteten Bilder, die das Gegenteil zu belegen scheinen. Man freut sich aber über jeden weiteren Beleg.
24.07.2026, 08:07:53
Das Schwarze Phantom
@das_schwarze_phantom
Verläßt man das reine Barks-Universum und läßt auch andere Quellen zu, ergibt sich allerdings ein völlig anderes Bild:

24.07.2026, 14:47:08
paTrick OP
@patrick_
Großartige Beispiele, hochverehrtes Phantom!
Ein einziges dieser Bilder aus dem Barksoversum, und die Schwachgläubigen würden verstummen.
24.07.2026, 17:51:04
Bürgermeister von Timbuktu
@buergermeister_von_timbuktu
Ich bezweifle ganz stark, dass es ein solches Beispiel aus Entenhausen gibt. Wenn es das gäbe, das wäre in der Tat ein Schlag ins Kontor.
Um nach langer Zeit (ich bin nur selten auf dem Schwarzen Brett) noch mal auf das Eingangsbild zurückzukommen, Barks zeigt uns hier den überraschend großen Rheinfall bei Schaffhausen und hat daher den Blick von weit entfernt gewählt, damit man eben die ganzen Wassermassen sehen kann. Hätte er nun das Fass im korrekten Maßstab gezeigt, man hätte nichts erkennen können bzw. nur einen kleinen schwarzen Punkt gesehen, der nun wirklich alles hätte sein können. Um uns dieses Detail näher zu zeigen, hat er das Stilmittel der Lupe gewählt, welches in Entenhausen nicht vorgekommen ist in dieser Situation. Damit wollte er zeigen, dass das Fass hier stark vergrößert dargestellt wurde im Vergleich zum Rest der Zeichnung.
Wie es anders geht zeigt er beim Entenhausener Münster. Ich bin zu dumm, hier Bilder einzubinden, aber im Eingangsbild dieses Berichts wird das Münster gezeigt, und davor sind ein paar kleine Pünktchen, die wir, weil wir es wissen, als Familie Duck interpretieren, auch wenn man da eigentlich nichts erkennen kann. Hier hat Barks keine Lupe oder ein sonstiges Hilfsmittel zur Vergrößerung der Darstellung genutzt.
25.07.2026, 01:07:33 (bearbeitet)
paTrick OP
@patrick_
Ruhm und Ehre dem Bürgermeister!
Die Sache mit der Größe der Enten löst es wohl tatsächlich auf. Gleich im nächsten Bild sehen wir das monumentale Innere des Münsters, un die Enten sind immer noch recht klein.
Aber: Die Sprechblasen sind (bei realer Existenz) nun plötzlich ebenso monumental.
Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Blasenbuchstaben im Verhältnis zur Darstellung des Sprechers scheinbar anschwellen. Wären sie ein reales Phänomen, sollten sie in dieser Darstellung eigentlich kaum lesbar klein sein. Aber die Buchstaben haben stets die gleiche Größe, unabhängig von der "Brennweite" des Panels, während die Blasengröße von ebendieser "Brennweite" der Barksschen "Kamera" abhängt.
Ergo sind die Sprechblasen wohl doch kein reales Phänomen, sondern ein von Barks hinzugefügtes Stilmittel (natürlich könnte man sich irgendwelche Zusatzannahmen ausdenken, aber dann wetzt Ockham bereits sein Messer).
Persönlich bin ich von diesem Ergebnis etwas enttäuscht. Aber die Wissenschaft ist nun mal kein Wunschkonzert!
Jedenfalls danke ich den Diskutanden sehr für ihre Beiträge. Für mich hat sich nun ein sehr grundlegendes Rätsel aufgelöst.
25.07.2026, 10:06:14 (bearbeitet)
paTrick OP
@patrick_
Wenn nun schon die Hypothese von der realen Sprechblasenexistenz gefallen ist, muss man möglicherweise auch an den Emotionalvesikeln zweifeln? Sind übergroß dargestellte Schmerzsterne bekannt, oder haben diese im Verhältnis zur Person in etwa immer die gleiche Größe?
25.07.2026, 10:00:54
sir_daunenstert_duck
@sir_daunenstert_duck
Ich möchte mich bezüglich der Sprechblasen zunächst der von Patrick formulierten Enttäuschung anschließen. Zugleich scheint es mir jedoch angezeigt, darauf hinzuweisen, dass wissenschaftliche Forschung ihrem Wesen nach Ergebnisoffenheit voraussetzt. Vor diesem Hintergrund möchte ich die These, wonach es sich um ein nachträglich eingefügtes Stilmittel handelt, um ein weiteres Indiz ergänzen: Sprechblasen sind auf Fotografien, die innerhalb des Anaversums aufgenommen werden, offenbar nicht sichtbar.


Darüber hinaus erscheint im Zusammenhang mit diesen Bildern noch ein ganz anderer Aspekt von Interesse, der meines Wissens bislang keine Beachtung gefunden hat (?): die minimal verschobene Zeitlinie zwischen dem eigentlichen Bildinhalt und der rahmenden Erzählsituation.
25.07.2026, 16:49:15
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