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Grundlagen des Donaldismus

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Dr. Dulle, Astronom OP

@stefanhd

Da ich nicht ganz unschuldig daran bin, dass eine Erwiderung auf einen Beitrag von direpol in dem Faden „Podcast zum Thema Donaldisten“  zu einer Grundsatzdiskussion über die Grundlagen des Donaldismus geführt hat, möchte ich einmal ein paar Arbeiten aus dem HD und DD auflisten, die sich mit den Grundlagen des Donaldismus beschäftigen.

Es wär aber sinnvoll, die Diskussion in einem eigenen Faden fortzuführen. Und bei jeder Diskussion ist es nötig, sich zu vergegenwärtigen, dass solche Diskussionen natürlicherweise nicht neu sind, sondern dass im HD und DD bereits einige Grundsatzdiskussionen geführt wurden.

Daher habe ich einige wichtige Artikel aus unserem Zentralorgan zusammengestellt, die sich mit den wissenschaftstheoretischen und methodischen Grundlagen des Donaldismus (Barksismus, Fuchsismus, Quellenkritik und die Rolle des Forschers) befassen. Sie ist sicher nicht vollständig.

Ich fände es toll, wenn dies irgendwann in eine neue grundlegende Arbeit zu den Fundamenten des Donaldismus münden könnte, an der sich mehrere aktive Duck-Forscher beteiligen. Dabei sollte es nicht darum gehen, eine einheitliche Lehrmeinung zu formulieren. Vielmehr könnten sowohl jene Aspekte herausgearbeitet werden, über die weitgehend Einigkeit besteht, als auch Minderheitenpositionen angemessen berücksichtigt und nicht unter den Tisch gekehrt werden.

Hier jetzt eine unvollständige Liste (siehe auch Susanne Lubers „D.O.N.A.L.D.-Forschungsindex 1976 - 2020“ und https://alleswisser.org/Liste_der_Forschungsartikel_in_%22Der_Donaldist%22.):

Definition und Wesen des Donaldismus

  • „Die Entität des inneren Donaldismus“ (Eduard Wehmeier, HD 3): Ein fundamentales Werk, das die Trennung zwischen äußerem Donaldismus (Comic-Forschung, Verlagsgeschichte) und innerem Donaldismus (Erforschung Entenhausens als reale Welt) etablierte.
  • „Donaldismus, Wissenschaftlichkeit und Aktionsforschung“ (Klaus Strzyz, HD 11): Eine frühe Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Methoden wie der Aktionsforschung im Kontext des Anaversums.
  • „Prolegomena zu einer jeden künftigen Duck-Forschung, die als Wissenschaft wird auftreten können“(Andreas Platthaus, DD 98): Der Versuch, eine methodische Basis für die Donaldistik als ernsthafte Wissenschaft zu formulieren.
  • „Versuch einer kurzen Analyse des Donaldismus“ (Wolfgang Burghart, DD 100): Eine Reflexion darüber, was es bedeutet, Donaldist zu sein, und die Einordnung des Donaldismus als Heuristik des „Ernst-Nehmens“.
  • „Donaldismus als Wissenschaft“ (Jens P. Kutz, DD 163): Ein moderner Grundsatzartikel, der eine Typologie der intellektuellen Beschäftigung mit Entenhausen entwirft.

Warum Barks? (Barksismus und Kanon-Fragen)

  • „Barksismus – Der Versuch einer Einteilung in Hauptlinien“ (Freddy Milton, HD 1): Eine systematische Untersuchung des Barks’schen Werks als Grundlage der Forschung.
  • „Donaldismus = Barksismus?“ (Christian Baron, HD 24): Eine frühe Diskussion über die Gleichsetzung dieser beiden Begriffe.
  • „Beste Bohne oder kalter Kaffee? Noch muß die Frage offenbleiben“ (PaTrick Bahners, DD 69): Eine Analyse des Übergangs von der „vorkritischen“ zur „kritischen Phase“ der donaldistischen Wissenschaft.
  • „Darum Barks!“ (Gangolf Seitz, DD 109): Ein leidenschaftliches Plädoyer für Carl Barks als einzig authentischen Berichterstatter, dessen „Unschärfen“ erst Forschung ermöglichen.
  • „Die Basis donaldistischer Forschung? Versuch einer Entgegnung auf Gangolf Seitz“ (Markus von Hagen, DD 109): Eine kritische Replik, die davor warnt, die Barks-Fixierung zum Dogma oder Selbstzweck zu erheben.

Warum Fuchs? (Fuchsismus und die Sprache)

  • „Grenzen des Fuchsismus“ (Hartmut Hänsel, HD 16): Eine kritische Auseinandersetzung damit, wo die Freiheit der Übersetzung die donaldistische Forschung behindern kann.
  • „Die Arbeit der Frau Fuchs“ (Klaus Strzyz, HD 25): Eine Würdigung der übersetzerischen Leistung von Dr. Erika Fuchs.
  • „Frau Fuchs betreut den Enterich oder: Wie Donald Duck ins Deutsche kommt“ (Hubert Maaßen, HD 25): Untersuchung der Transformation des US-Originals in den spezifisch deutschen Sprachkosmos.
  • „Damnatio auf Erika Fuchs“ (Andreas Platthaus, DD 150): Ein Beitrag zur Bedeutung von Fuchs für die Verortung Entenhausens in Deutschland.

Quellenlage und Zuverlässigkeit

  • „Fälscher am Werk“ (Bruno Diepen, HD 8/9): Eine frühe Warnung vor redaktionellen Eingriffen und Verfälschungen der Originalberichte durch Verlage.
  • „Barks und die geschichtliche Wahrheit“ (Klaus Bohn, DD 68): Methodische Überlegungen zur Zuverlässigkeit der Barks’schen Berichterstattung und zur Quellenkritik.
  • „Authentische Überlieferung“ (Christian Wessely, DD 150): Eine theologische Perspektive auf die Hierarchie der Quellen (Kanon, Deuterokanon, Apokryphen) im Donaldismus.

Grundlagen des Donaldismus

23.02.2026, 19:07:24 (bearbeitet)

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paTrick

@patrick_

Werter Dulle,
Für diese schöne Zusammenstellung ist Dir der Dank der donaldistischen Massen gewiss. Ich empfehle die Lektüre dieser Werke einem jeden Donaldisten.
Auf dem Kongress gedenke ich mit meinem Beitrag hierzu die Diskussion auf ein ganz neues Niveau zu heben.

24.02.2026, 08:05:39

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