https://rausgegangen.de/events/entenhausen-und-die-zeit-seriell-oder-parallel-0/
Der Vortrag befasst sich mit der Frage nach dem Zeitprozess in Entenhausen. Liest man die einzelnen Berichte isoliert, scheint die Zeit kontinuierlich voranzuschreiten. Betrachtet man jedoch das Gesamtwerk, so verschwindet dieser Eindruck weitgehend. Zwar gibt es strukturelle Veränderungen, die dauerhaft Bestand haben – etwa den erstmaligen Auftritt Gundel Gaukeleys oder anderer Figuren –, doch erinnern sich die Bewohner Entenhausens nie an konkrete frühere Versuche der Panzerknacker, das Vermögen des Bankiers Dagobert Duck an sich zu bringen. Solche Beobachtungen sprechen dafür, die einzelnen Berichte nicht als zeitlich serielle, sondern vielmehr als zeitlich parallele Entwicklungen in Entenhausen zu interpretieren.
Hans von Storch, Jahrgang 1949, wurde zunächst in den 1960er Jahren donaldisiert, bevor er sich dem Donaldismus in den 1970er Jahren mit wachsender Ernsthaftigkeit widmete. Entscheidenden Einfluss hatten dabei dänische und norwegische Donald-Magazine, die er im Københavner Fachgeschäft Fantask entdeckte und schätzen lernte. Von 1976 bis 1985 gab er die Fachzeitschrift Der Hamburger Donaldist heraus, die anschließend unter dem Titel Der Donaldist fortgeführt wurde. Dass in der Begründung für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im Jahr 2019 die Pionierleistung des Imports des Donaldismus aus Skandinavien unerwähnt blieb, ist bemerkenswert.
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Ablauf _19:00 Ankommen _19:30 Vortrag und Dialog _20:30 Austausch bei Getränken