zurück zur D.O.N.A.L.D.-Homepage
-Startseite
-Impressum & Kontakt
-Forum

Die D.O.N.A.L.D.

+Informationen
+Forschung
+Veranstaltungen
-Stammtische
-Termine
-Presseberichte
-Mitgliederbereich

"Der Donaldist"

+Informationen
-Sonderhefte
-Bestellung
-Das donaldische Quiz

Gangolf Seitz:

Das donaldische Quiz 124

Metropole eines blühenden Gemeinwesens wird ein Ort nicht ohne Weiteres. Beweise dafür gibt es zur Genüge: so ist etwa das neue Deutschland reich an Orten, die den Aufstieg zur Metropole eben nicht geschafft haben, die statt Handel und Wandel, Schaffen und Verschaffen, Studieren und Produzieren lediglich graue Straßenzüge aufweisen und eine Jugend, die sich eine nationale Gesinnung zugelegt hat in der falschen Hoffnung, damit ließe sich etwas ändern.

Anders dagegen die Gumpenmetropole. Seit hier vor Jahrhunderten Einwanderer aus Schottland sich niederließen, hat Entenhausen einen steten Aufschwung genommen, der sich augenfällig in einem Gebäude manifestiert, das so in keiner anderen Stadt der Welt existiert: der Duck'sche Geldspeicher. Hier muss man das Geld nicht nur hinter der Fassade von Banken und Börsen ahnen, hier wird es sicht- und greifbar - jedenfalls für den, der die Sicherheitseinrichtungen des Gebäudes passieren darf. Und genug andere Einrichtungen beweisen den Wohlstand der Metropole: etwa die vielen Industriebetriebe des Duck'schen Imperiums, in denen die tapfere Bevölkerung ihren und des Alleinbesitzers Wohlstand mehrt. Denken wir nur an die Essigfabrik, wo von brodelnden Bottichen der Schaum abgeschöpft wird. Oder an die Zementfabrik mit ihren rauchenden Schloten, die Emissionen von hoher Staubigkeit als Produkt offener Produktionsverfahren an die reinigende Atmosphäre abgeben. Oder die Duck'schen Kunstmühlen, die mit ihrem neuen Produkt "Wundermehl" nicht zuletzt wegen der kostengünstigen Herstellungsverfahren am Markt erfolgreich sein konnten. An die häufigen Staubexplosionen auf dem Mühlengelände hat sich die Bevölkerung mittlerweile gewöhnt. Als besonderes Zeichen Entenhausener Wirtschaftskraft sei auch die Duck'sche Fluggesellschaft genannt, die mit ihren hohen Wartungsintervallen eine von anderen Firmen nie erreichte Wirtschaftlichkeit erzielen konnte. Zwar mussten vor ungeplanten Landungen auf dem Entenhausener Flugplatz immer mal wieder größeren Mengen Kerosin über der Gumpenstadt abgelassen werden, diese waren aber für die Bevölkerung nur selten gefährlich, weil sich der Treibstoff sich schon mehrere hundert Meter über dem Boden mit dem dort treibenden Dunstschleier aus organischen Lösungsmitteln verbinden konnte. Als unvergesslichen Beweis des ständigen Wandels und Fortschritts in ihrer Stadt erinnern sich auch die Entenhausener gerne an den Abriss der Köberle'schen Konservenfabrik vor einigen Jahren. Bei dieser Gelegenheit bildete sich eine Wolke aus Steinstaub und Essig, die tagelang zur Benutzung künstlicher Lichtquellen zwang. Fortschritt hat eben seinen Preis.

Wie bei allen Vorgängen, die eine Mehrung des Wohlstands zum Ziel haben, gibt es auch in Entenhausen Trittbrettfahrer, die auf ihre Weise an diesem Wohlstand teilhaben und ihren Anteil abzweigen. So etwa der Herr, dessen Interesse uns heute gilt. Schon sein Vater hatte den Betrieb gegründet, der ihn bis heute nicht eben schlecht ernährt. Der alte Herr hatte im umtriebigen Entenhausen eine Nische ausgemacht, in der er sich auskömmlich eingerichtet hatte. Er erkannte, dass es Leute gibt, die mit ihren Lebensbedingungen unzufrieden sind und bot ihnen gegen geringe Provision eine neue Welt, in sie sich einrichten könnten. Gerade die Industriegesellschaft mit der Möglichkeit zum schnellen sozialen Aufstieg bot Männern wie ihm ein reiches Betätigungsfeld. So umfasste sein Angebot alles, worin man wohnen kann, von der Hundehütte bis zum Königspalast. Sein Sohn, der das Geschäft erfolgreich ausbaute, dokumentierte den kontinuierlich wachsenden Wohlstand der Firma dadurch, dass in seinem Mund die Zigarre nie ausging.

Wer war's ?


Die Auflösung ist hier nachzulesen (und im DER DONALDIST 125).