zurück zur D.O.N.A.L.D.-Homepage
-Startseite
-Impressum & Kontakt
-"Forum"

Die D.O.N.A.L.D.

+Informationen
+Forschung
+Veranstaltungen
-Stammtische
-Termine
-Presseberichte
-Mitgliederbereich

"Der Donaldist"

+Informationen
-Sonderhefte
-Bestellung
-Das donaldische Quiz

Gangolf Seitz:

Das donaldische Quiz 121

Das Leben ist nun mal gefährlich - eine Binsenweisheit, die nicht nur jedem bewusst ist, der offenen Auges durchs Dasein schreitet, sondern auch gerade den Ängstlichen und Einfältigen. Um das zu erfahren, braucht man sich nicht in einen israelischen Bus zu setzen oder in ein Straßencafe in Kundus, nein, es reicht schon, in einem eher gemächlichen Ort wie Entenhausen seinen Alltagsgeschäften nachzugehen. Hier kann man das Opfer seltsamer Strahlung werden, die einen zum Tanzen auffordert oder den Wunsch erweckt, in die Mangovensümpfe zu reisen. Man kann von Bienen überfallen werden, die von einem Imker durch das Stadtzentrum getragen werden. Die Gefahr ist relativ groß, dass einem unvermutet die Haare ausgehen, weil eine Bombe gezündet wurde oder weil gerade der Geldspeicher des reichsten Mannes der Welt entlüftet wird. Kriminelle schließen sich öffentlich zu Standesvereinigungen zusammen, paradieren stolz mit den Früchten ihres gesetzlosen Tuns in der Öffentlichkeit und richten sogar noch Hochschulen ein, wo das Panzerknacken und Bombenbasteln zum Lehrplan gehört. Kurzum, das Leben des Entenhauseners, so glückverheißend es gelegentlich sein mag, ist eigentlich dauernd von Gefahren bedroht.

Dabei ist es nicht nur die eigene Art, die im ständigen Existenzkampf die Mitbürger bedroht. Hinzu tritt vielfachen Verdruss verursachendes Viehzeug. Seien es Löwen oder Gorillas, die den Käfigen eines Wanderzirkus entfliehen konnten, Plapperkrähen im Pflaumenrausch oder auch Mitglieder aus der Millionen umfassenden Familie der Insekten, wie etwa der Gurkenmurkser. Die ständige Präsenz solcher Lästlinge hat schon manchem braven Bürger das Dasein verleidet.

Auch die Wesen, die uns heute interessieren sollen, können einem das Leben zur Qual werden lassen. Dabei werden ihnen selbst von Wissenschaftlern hohe Intelligenz und besondere Stärke bescheinigt, und immer wieder, sogar in der Bibel, werden sie wegen ihres rastlosen Fleißes als beispielhaft hingestellt, denn: "Die tun eben was." Doch zuweilen kann ungebremste Emsigkeit auch über die Stränge schlagen, wenn etwa die Tiere ganze Häuser von den Fundamenten heben, Bäume ausreißen oder ihre Stärke brachial gegen die Bevölkerung einsetzen. Legendär ist ihr Appetit. Süßspeisen wie Bonbons und Honig verschmähen sie nicht, und Geflügel nehmen sie vorzugsweise in einer delikaten Sauce. Was immer ihnen essbar erscheint, und das ist eigentlich alles, wird verzehrt. Am meisten aber schätzen die muntren Wesen Pflanzliches aus Zellulose. Holz und Holzprodukte jeder Art, wie etwa Papier oder Bindfaden, fallen ihnen zum Opfer, wobei auch giftigste Lacke und Leime ihren Appetit nicht hemmen können. Sie schrecken eben vor nichts zurück. Der Krieg bis aufs Messer, den der zum Äußersten getriebene Bürger gegen die Spezies zuweilen führen muss, ist streng genommen nur ein Scheingefecht, das bei nüchterner Betrachtung schon bei Beginn als verloren angesehen werden muss.

Gegen eine derart allfällige Bedrohung ist selbst der Entenhausener Staat nicht untätig geblieben und hat Inspektoren ernannt, die, von Haus zu Haus ziehend, den Plagern nachspüren sollen. Ein ebenfalls frustranes Unterfangen, wie sich leicht denken lässt. So wird sich der Entenhausener darauf einrichten müssen, auch zukünftig in seinem Alltag immer wieder den lästigen Vielfraßen zu begegnen.

Uns aber interessiert heute der wissenschaftliche Name der weißen afrikanischen Art.


Die Auflösung ist hier nachzulesen (und im DER DONALDIST 121).