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"Der Donaldist"

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-Das donaldische Quiz

Gangolf Seitz:

Das donaldische Quiz 119

"An die Stelle des vollkommen veralteten, rein deskriptiven Unterrichts muss eine Betrachtungsweise treten,
die das Leben in der Natur und die in ihr liegende Kausalität gebührend und konsequent berücksichtigt."

(Otto Schmeil: aus dem Vorwort zum "Lehrbuch der Zoologie", 25. Auflage, Leipzig 1910, vom Verf. leicht verändert)

Er entstammte einer alten Offiziersfamilie. Über Generationen hinweg hatten seine Vorfahren all ihre Kraft der Landesverteidigung zur Verfügung gestellt, und auch heute gab es in der Familie genügend ruhmreiche Uniform- und Ordensträger. So etwa Vetter Giselher, der als General der Luftstreitkräfte das Entenhausener Raketenversuchszentrum befehligte. Oder jene Cousine, deren ganzes Sinnen und Trachten von jeher dahin ging, ihrer Vaterstadt zu dienen. Keines Mannes Werben hatte sie je von diesem Weg abbringen können: in ihrer Jugend erwarb sie Meriten als Kantinenwirtin bei den Pfadfindern, später fand als Anführerin einer Pfadfindereinheit Verwendung. Nur wenige schwarze Schafe trübten den ansonsten makellosen Stammbaum, so etwa jener Onkel zweiten Grades väterlicherseits, der in Zeiten der Diktatur dem System durch die Herausgabe einer menschenverachtenden Zeitschrift willfährig gewesen war. Doch bezogen auf die Jahrhunderte lange glorreiche Tradition der Familie waren das Ausrutscher, wie sie überall vorkommen können.

Unser Rätselmann war also ein geachtetes Mitglied der Gesellschaft, der selbstverständlich mit Stolz seine Militärzeit absolviert hatte. Noch viel später demonstrierte er gerne seine Verbundenheit zu den bewaffneten Kräften, indem er auch im Alltag und im Beruf die Uniform des Heeres trug. So versuchte er, die verinnerlichten Tugenden von Zucht, Ordnung, Leistungsbereitschaft und Hingabe an die gemeinsame Sache aus dem militärischen Bereich in den Alltag zu übertragen. Freilich war sein Alltag viel weniger spektakulär als die bewaffnete Auseinandersetzung mit einem altbösen Feind. Abgesichert durch ein solides staatliches Salär der Gehaltsgruppe A 13 verbrachte er seine Tage in einem Gebäude, das den Namen eines verstorbenen Dichters trug. Hier bemühte er sich, die schon von Schmeil skizzierten Prinzipien des Umgangs mit der Natur mit neuem Leben zu füllen. Der praktische Umgang mit Fragen der Vererbung war sein Steckenpferd, das er auch mit großer Begeisterung auf die ihm anvertrauten Schützlinge übertrug. Und nach dem Schneeball-, ja gar nach dem Lawinenprinzip, verbreiteten sich seine Anschauungen und wurden auch unbeteiligten Bürgern schnell ein Begriff. Dass seine Arbeitsweise bei der Bevölkerung der Stadt auf Kritik stieß, ja gar als gefährlich bezeichnet wurde, hat ihn nie gestört.

Noch heute ist er damit befasst, die Fragen der Vererbung unverdrossen und mit ergänzenden praktischen Maßnahmen an die Jugend Entenhausens weiter zu geben.

Wer war's?


Die Auflösung ist im DER DONALDIST 120 nachzulesen.